Neuausrichtung der Show

Bereits 20 Jahre präsentiert das Isliker-Show-Team wunderbare Bilder. Bruno’s Ideenreichtum der Darstellung zeigt viele Variablen all die Jahre; es sind aber auch die wechselnden Tiere, die die Show ändern und bereichern.

Die Reisen ins Ausland mit Kuh und Gockel werden 2007 durch die Grenzformalitäten wegen Bluetongue und Vogelgrippe erschwert, sodass wir danach nur wenige Schauen jährlich im EU-Raum anstreben, obwohl wir 2008 als registrierter Zirkus mit bewilligter Zurschaustellung der Tiere notabene ein Papier in Händen halten, das Tür und Tor öffnet und auch in der Schweiz benötigt wird.

Tiermässig gibt es „altersbedingte Rücktritte“ vom Showleben. Leider sind Schafe nicht so langlebig. Sie üben auf Rampen und dem Esel zu stehen oder Wagen zu fahren und erleben dann, dass ihre Lämmchen mit dem Jö-Effekt das Publikum begeistern. Da das geniale Schaf Töggeli ihre artistischen Fähigkeiten wohl auf himmlischen Weiden auslebt, führen die munteren Ziegen Luna und Peterli Kletterpartien mit Gerangel und die obersten Partien vor. Esel Joggeli kommt manchmal noch mit, wird aber charmant und übermütig vom Schetty vertreten.
Pferd Zyrus geniesst die AHV, wird vom Freibergerwallach Macho/Hanibo 2002 grossartig ersetzt und Kuh Sybille übt gewissenhaft Tantenpflichten bei Circe’s Kalb aus, geniesst hie und da noch ein Dating am TV, sonst aber die Weiden. Seit 2009 übernimmt Braunviehkuh Circe/2007 die Pflichten in der Show – leichtfüssig und locker…. Und die Hundedame Jana/Wuffi ist einmalig, sie kann man nicht einfach auswechseln. Sie geniesst das Hofleben an der Wärme mit viel Schlaffaktor und oftmals im Weg stehend…jaja, die Star-Allüren!
Zur Zeit des Elements Tierturm - in Anlehnung an die Bremer Stadtmusikanten – der mit Esel, Schaf und Hund einfach nicht vollständig scheint, bringt sich der Hofhahn balancierend in die Show ein. Tagelange Engagements zehren heimwehmässig an ihm, so dass er bei Stallankunft eilends seine „Arbeit“ bei den Hennen verrichten muss. Inzwischen ist bereits Goggeli II am Werk.
Anerkennung verdient der Milleniums-Hofhund Nico, er begeistert immer noch als standhafter, reitender Hund. Immer noch dabei seit Start der Isliker-Show ist die FMStute Flicka, die wohl so einiges wiehernd zur Dokumentation beitragen könnte… die geruhsam wie weise, standhaft und abgeklärt ihre Einsätze verrichtet und unser aller Respekt verdient.

Conny und Stephan, unsere Jongliertalente, begleiten uns immer noch gerne und bereichern die Show artistisch. Aus den Girls Andrea und Manuela sind junge begabte Frauen geworden, die subtil und erfolgreich mit den Tieren arbeiten. In Erinnerung an ihre reiterliche, fröhliche Anerkennung ohne Lampenfieber beim Publikum, integriert Bruno Isliker vermehrt wieder Kinder seiner Reitschule mit turnerischen Beiträgen in die Show.

Allgemeines über Bruno Isliker und seine Arbeit

Bruno Isliker betreibt am Rande von Winterthur (mit wunderschönen Wald- und Flurwegen) eine langjährige, gutbesuchte Reitschule mit Halle, Sandplatz und Weiden. Seit über 20 Jahren stehen Freiberger, diese echt schweizerische, gutmütige, nervenstarke, ausdauernde Kaltblutrasse (Stockmass 150/160) in seinen Ställen. Diese Freizeitpferde lassen sich hervorragend in der Reitschule, im Gelände und bei der Arbeit im Wald einsetzen, ausserdem sind sie recht anspruchslos im Futter. Mittlerweile hat Bruno um die vierzig solcher Tiere in seinen Pensionsboxen und Ständen auf seinem Hof, den er selber bewirtschaftet. Wie lernfähig die FRIBI’s sind, zeigen sie in der Bahn mit Erwachsenen und Kindern.

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1991 beginnt Bruno seinen Pferden das "Abliegen" beizubringen. Nach langer, harter Knochenarbeit hat er es fast allen (je nach Temperament) beigebracht, sodass er dies auch in Quadrillen öffentlich zeigen kann; erst zwei, sechs, zwölf, dann zwanzig liegende Pferde mit und ohne Sattel, mit und ohne Kummet und Geschirr, mit und ohne Zaumzeug, dazwischen flatternde Fahnen, laute Blasmusik und galoppierende "Kollegen".

Isliker’s Hof bewachen zwei Bergamasker Mischlingshunde, die sich jedesmal ärgerten, wenn der Chef – da ist er eisern – ohne sie ausritt. Aus Spass durften sie kurz mit, aber nur auf einem Pferd sitzend. Erst wurden diese Ritte im Quartier und bei Reitschülern als Gaudi belächelt, dann aber von Insidern als Super-Dressurakt angesehen: der Jäger Hund darf auf ein Pferd springen und sich von ihm tragen lassen!

1992 entstand die Nummer mit dem reitenden Hund.

In den folgenden Jahren wurde dieser Schauakt in Kombination mit den liegenden Pferden weiter verfeinert, geändert und Sprünge eingebaut. Um zu zeigen, wie die Hunde auf dem Hof arbeiten, stellte Bruno 1995 eine kleine, zutrauliche Herde mit Schafen zusammen – auch sie mussten springen lernen! Als Steigerung kam ein Brückenwagen dazu mit einer Rampe zum Verlad der Wolltiere, echt populär wurde die Show eigentlich 1996 mit dem Einbau der reitenden Kinder.
Eine Kombination von allem zeigte die Gruppe im Schaubild 1997: Die reitenden Hunde, die liegenden und sitzenden Freiberger, die mutigen Kinder im zirkusreifen Ritt, die niedlichen, fahrenden und springenden Schafe, das brave, mächtig starke, zügellose Wagenpferd, der den kleinen, lustigen Terriermischling auffordert, auf seinen noch freien Rücken zu trippeln - voll nach dem Motto. hab mein Wage vollgelade!

Grosse Erfolge feierte er mit diesem Programm auf verschiedenen Springplätzen der Schweiz, bei Paul Weier’s Pferdesporttagen in Elgg, am CSI Zürich, am German Masters Stuttgart, in Wien, in Wels, in Kiel und Paris.

Die Schau 1998 änderte sich etwas, da wir den Wagen wegliessen, dafür aber einen Drehteller bastelten. So hatten wir weniger "Gepäck" für unsere weiten Reisen durch die Schweiz, Deutschland und Holland.. Bruno Isliker arbeitete viel mit den Kindern, sodass eine zirkusreife Nummer entstand, wobei sich der Esel wunderbar in die Gruppe integrierte mit seinem Sprung- und Stehvermögen. In Anlehnung an die Bremer Stadtmusikanten entstand ein lustiges Bild, das nicht nur die Kinder erfreute.

1999 und 2000 zeigten wir je nach Wunsch der Organisatoren beide Bilder oder einen Mix aus allen verschiedenen Elementen. Wird nur eine kleine Darbietung gewünscht, zeigten wir ein Kurzprogramm – wir wurden aber vielmehr aufgefordert, die breite, gesamte Paillette zu zeigen. Dieses dauerte bis zu zwanzig Minuten. Da sich einzelne Teile zusammenfügen, konnte das Publikum immer irgendwo etwas sehen: Beschaulichkeit, Amüsantes und atemberaubende Ritte untermalt mit passender Musik ; so zeigten wir die Vielfältigkeit unserer Freiberger.

2001 wurde der "Botschafter der Freiberger" von den Herren Theiller spasseshalber gebeten, am CSI Zürich zu zeigen, dass Sprünge auch mit einer Kuh möglich seien. Bald war ein geeignetes Tier gefunden,das Bruno als Lehrmeister  akzeptierte.Sofort "arbeitete" Sybille sensationell und begeistert mit und wurde so zum erklärten Liebling der Saison.

2002 erreichte Sybille mit ihrer Beliebtheit sogar Auftritte an Viehmärkten und reiste begeistert ins Ausland, sodass sie

ihren festen Platz in Bruno’s Schau hatte.

 

2003 strukturierten wir die Megaschau mit vielen Helfern wieder etwas einfacher, aber mit genausoviel Charme, denn hinzu kam Conny, das Jongliertalent

Info über die Mädchen

Die Reiter-Girls (Jg. 1987/1989)  besuchen bei Bruno Isliker alle Reitstunden; egal ob ruhige Dressurarbeiten, wilde Galoppaden oder seriöse Springstunden auf dem Sandplatz. Die Schwestern Andrea und Manuela begleiten Bruno an alle Schauen. Das bedeutet zwar viel Schuldispens und Zeiteinteilung, aber die Mädchen setzen sich mit ganzem Herzen für diese begeisterte Zusatzaufgabe ein.

Wenn es die Ausbildung erlaubt, zeigt Conny (Jg. 1985) ihre Spezialität: sie beherrscht das Jonglieren auf jedem der grösseren Schautiere – still oder in Bewegung. Toll!

Info zu den Pferden

Die Freibergerpferde tragen spezielle Sättel – nicht weil dies eine schweizerische Spezialität ist, (denn die Mädchen könnten problemlos ohne Sättel reiten) – nein, nein, diese Sonderanfertigung tragen sie wegen der Verletzungsgefahr durch die Hundekrallen.

Zyrus, der Wallach von Opus (Jg. 1983). Er hat nichts von seiner Schnelligkeit eingebüsst und hat darum auch bei den rasanten Ritten den Aussenpart. Auf seinem Rücken trägt er Andrea.

Flicka (Jg. 1987), die Don-Fernando-Stute wird von uns liebevoll Mieze genannt, weil sie sich oftmals wie eine eigenwillige Katze verhält. Chrarakterstark und mit eisernem Willen hat sie eine schwere Verletzung überwunden und macht – nach eigenem Gutdünken (!) – wieder alles mit. Obwohl sie mit Schafen eigentlich nichts am Hut hat, bleibt sie still stehen, damit sie ja keines verletzt auf dem Wagen. Mieze’s Reiter sind Bruno und Manuela.

Florian (Jg. 1987), hat denselben Vater wie Flicka und erledigt gutmütig die ihn aufgetragene Arbeit, obwohl auch er manchmal den Kopf schüttelt, wenn ihm die Aufgabe zu kompliziert erscheint. Es brauchte schon viel Zuspruch und Leckerli's, um sich seinen Kollegen als lebendes Hindernis anzubieten.

Wir haben noch weitere Darsteller in unserem Programm

Da wäre erst der

Esel Joggeli . Seine langjährige Aufgabe bestand darin, als Begleitschutz in der Schafherde zu ziehen, vorallem auf der Winterweide. Da er jetzt im "Rentenalter" ist, geht es ihm wie vielen. Er kommt mit seiner Arbeitslosigkeit nicht klar!. Lautstark meldete er seinen Kommentar zu unseren Proben an. Bruno Isliker hat ihm zugehört und ihm einen neuen Job verschafft. Dafür musste Joggeli aber wieder in die "Schule". Spielerisch und mit spontaner Freude, einfach dabeizusein, hat er springen gelernt und lässt Hunde wie Schafe auf seinem Rücken reiten. Standhaft verteidigt er seinen Part in der Schau zum grossen Vergnügen des Publikums.

Unsere Show begleiten zwei Schafe. Töggeli hat überhaupt keine Höhenangst, klettert behende über liegende Pferde und steht standhaft auf dem Esel, als ob dies die Hauptaufgabe eines Schafes sei.

Und Möpsli bietet ihren breiten Rücken gerne als Reitfläche an, wo Jana genüsslich ihre Pfoten in der Wolle versenken kann. Der Gang über’s Brett ist ihr nicht immer geheuer.

Wir haben keine "Stars" in unserer Schau. Jeder trägt sein bestes dazu bei, aber die Hunde kriegen stets einen Spezialapplaus. Manchmal erledigen sie ihren Part zu eifrig und lösen Heiterkeitsausbrüche aus.

Der einjährige Bergamasker Mischlingshund Nico nimmt seine Aufgaben sehr ernst. Die Schafe sind sein ein und alles. Morgens saust er als erstes auf die Weide und kontrolliert "seine" Herde, bevor er sich anderen Aufgaben widmet, z.B. während der Reitstunde den Chef unterstützen, indem er rundendrehend hinter den Pferden nachrennt. Die Mischlingshündin Jana (Cairn-Terrier/Jack Russel, Jg. 1995) hat im Sturm alle Herzen erobert. Sie unterstützt lautstark die Arbeit des grossen Hundes und will überall mithalten. Auch sie kriegt immer ein herzliches, warmes Schmunzeln für ihren Eifer beim Platznehmen auf dem Esel.

Von 2002 an ist Kuh Sybille (Jupiter 1994) das grosse Aushängeschild für Bruno’s Show. Sogar im Ausland werden ihre eifrigen Springkünste begeistert gefeiert. 

Umweltbewusst reisen wir mit allem Material, den Tieren, Kindern und Betreuern in einem Transporter, einem Hänger und zwei Zugfahrzeugen. Wir sind uns einig, dass wir all die Schauen kaum unternehmen könnten, wenn nicht zu Hause der Betrieb reibungslos weitergehen würde. Alle diese Pflichten erledigt Uschi Isliker top und unterstützt ihren Mann bei der Freude an solchen Vorführungen.